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Konzeption der Pelzerhaus-Gesellschaft - Historisches Bildarchiv Emden
Ziele: Die Ziele der Pelzerhaus-Gesellschaft sind der Aufbau einer Bilddatenbank mit historischen Fotos und Bildern aus Emden
und der Umgebung und die Mitarbeit und Unterstützung von Projekten, die sich mit der Erforschung der Emder Stadtgeschichte beschäftigen.
Aufgaben: Die Gesellschaft hat sich als Aufgabe gestellt:
- Sammlung von Ansichten, Bildern und Plänen der Häuser und Straßenzüge Emdens.
- Digitalisierung und Katalogisierung des gesammelten Bildmaterials im Rahmen einer elektronischen Datenbank.
- Erstellung eines digitalen historischen Stadtplans und Adressbuchs der Stadt Emden.
- Erarbeiten einer Bildschirmpräsentation des vorhandenen Bildmaterials.
- Befragung "alter" Emder Bürger zu stadthistorischen Themen.
- Transkription von Aktenbeständen zwecks Zu- und Einordnung des gesammelten Bildmaterials.
- Erstellung und Unterstützung von Projekten zur Stadthistorie.
Struktur: Die Gesellschaft definiert sich als private Arbeitsgemeinschaft, die ihre Arbeitsergebnisse in Form von
Veröffentlichungen und Zurverfügungstellung in den begleitenden Institutionen (Stadtarchiv, Landesmuseum und Bunkermuseum (?)) der Öffentlichkeit zugänglich macht. Es wird eine regelmäßige Zusammenkunft der
Teilnehmer angestrebt, um Projekte, Ideen, Ergebnisse und auch auftretende Probleme zu diskutieren. Die Zusammenkünfte sind z.Zt. regelmäßig auf den letzten Freitag im Monat terminiert. Sie finden derzeit im
Pelzerhaus, Pelzerstraße Nr. 11 (Eingang Emsmauerstraße) statt. Jeder ist in der Arbeitsgruppe willkommen und kann sich nach seinen Wünschen und Vorstellungen einbringen. Dabei sollte jedes Mitglied im Rahmen
seiner Interessen eigene Arbeitsschwerpunkte setzen.
Zweck: Die Dokumentation der Häuser und der Straßenzüge Alt-Emdens soll nicht etwa von einer sentimentalen Rückschau in
eine inzwischen weit zurückliegende, vermeintlich bessere Zeit dienen. Vielmehr soll ein verloren gegangenes Stadtbild wieder sichtbar gemacht werden, das sein unverwechselbares und kulturhistorisch bedeutsames
Gesicht seiner Blütezeit im 16. Jahrhundert verdankte und den Menschen, die damals in ihr gelebt haben. Geprägt durch die niederländische Baukunst, konnte das Stadtbild einen Eindruck davon vermitteln, in
welchem hohen Maße niederländische Glaubensflüchtlinge Einfluss auf die einheimischen Verhltnisse ausgeübt haben bzw. inwieweit die Emder bereit waren, Fremde und die von ihnen mitgebrachte Kultur zu
integrieren. Darüber hinaus ist das Stadtbild von den zahlreichen Emder Kaufleuten und ihren Handelsbeziehungen zu fernen Ländern und Kulturen geprägt gewesen. In diese Zeit fällt eine "Niederlandisierung"
der Stadt aufgrund der vorherrschenden Rolle der südlichen Niederlande, die tonangebend in kultureller und ökonomischer Hinsicht für die damalige Epoche in Europa war. Die Aufgeschlossenheit der Emder Bürger
für die fremden Flüchtlinge und ihren Glauben und die weitreichenden Handelsbeziehungen der Emder Kaufleute sind ausschlaggebend dafür, daß Emden aufgrundd seiner besonderen historischen Situation zu einer
europäischen Stadt in der frühen Neuzeit wurde. Das Bildarchiv soll es nunmehr ermöglichen, sich diesen Tatbestand noch einmal vergegenwärtigen zu können und vor allem soll es der Bewahrung des Andenkens an
das vergangene, zerstörte Stadtbild dienen. Generell soll das Bildarchiv ein Mosaikstein in der Aufarbeitung der Emder Stadthistorie werden und allen Interessierten zur Verfügung stehen, die sich mit der
Vergangenheit unserer Heimatstadt befassen möchten, egal ob dies nun aus historischen, persönlichen oder genealogischen Interessen heraus geschieht.
Anmerkungen, Korrekturen, Ergänzungen? Nachricht an webmaster@bildarchiv-emden.de
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