Große Deichstraße 3

Große Deichstraße 3

Um 1900: Wir schauen in die Große Deichstraße und – über die Kreuzung der Großen Straße hinweg – in die Norderstraße.

Große Deichstraße 3

Der markante Renaissance-Giebel rechts gehört zum Haus Große Deichstraße 3, nach seinem Hausstein „de bruine hart“ (der braune Hirsch) genannt. Errichtet wurde das Gebäude Anfang des 17. Jahrhunderts (laut Siebern wohl 1610), es ist aber recht überstürzt im Oktober 1926 abgebrochen worden.

Der Erker in Bildmitte gehört zur Hausnummer 1, das Haus dahinter ist das Eckhaus Große Straße 4. Das Gebäude mit dem Schornstein steht dagegen schon auf der anderen Straßenseite, Große Straße 55 ist das Eckhaus zur Norderstraße.

Bei dieser Fotografie von Hermann Rückwardt in Groß-Lichterfelde (heute Berlin), seit 1876 Königlich Preußischer Hofphotograph, handelt es sich um eine der großformatigen Heliogravüren, die die „Festschrift zur Eröffnung des neuen Emder Seehafens“ illustrieren.


Große Deichstraße 3 (aus: Siebern)
Zeichnerische Rekonstruktion der ursprünglichen Gestaltung, aus: Heinrich Siebern, „Die Kunstdenkmäler der Provinz Hannover, VI. Regierungsbezirk Aurich, Heft 1 und 2: Stadt Emden“, Hannover 1927

Pelzerstraße 62 – ein Mohaupt-Foto

Pelzerstraße 62, Emden
Pelzerstraße 62, Emden

Das Haus Pelzerstraße 62 beherbergte zum Zeitpunkt dieser Fotografie das Geschäft der Obst-, Gemüse und Kartoffelhändlerin Witwe Johannes Janssen, das hier nach 1904 eingerichtet worden war. Frau Janssen wird in den Emder Adressbüchern – obwohl auch Eigentümerin des Hauses – nicht mit ihrem eigenen Vornamen aufgeführt. Sie scheint ihr Geschäft um 1920 ihrem Sohn übergeben zu haben, denn 1925 gehört das Haus dem Kaufmann Johannes Janssen.
Die Drei vor dem Haus könnten die Kinder der Familie sein. Ob es sich bei dem Jungen um Johannes junior handelt? Eines der Mädchen könnte Gretje Janssen sein, die mit der Berufsbezeichnung „Verkäuferin“ 1925 zum ersten Mal unter dieser Adresse genannt wird.

Burggraben und Mühle „De goede Verwagting“

Partie am Burggraben
Partie am Burggraben
Ansichtskarte, um 1900

Während die Straße „Am Burggraben“ bis heute die stadtseitige Befestigung der alten Emder Burg markiert, ist auf deren Westseite kaum noch etwas zu sehen. Allein die etwas tiefere Lage der Grundstücke zwischen Ringstraße und Kattewall deutet noch an, dass hier bis kurz nach der vorletzten Jahrhundertwende der Burggraben noch vorhanden war, wie auf dieser Ansichtskarte zu sehen.
Bei der Mühle handelt es sich um die „De goede Verwagting“, die wegen eines ihrer letzten Besitzer auch als „Pannenborg’sche Mühle“ bekannt war. Sie stand an der Kreuzung Kattelwall/Mühlenwarf. Links am Bildrand ist das an der Larrelter Straße (heute Abdenastraße) gelegene Hotel „Belvedere“ zu sehen, dass zuletzt als Städtisches Armen-Arbeitshaus diente.

Suchbild 2 (gelöst: Daalerstraße)

Suchbild 2
Suchbild 2
Daalerstraße

Suchbild Nr. 2 (links). Auch diese Straße konnten wir lange Zeit nicht identifizieren.
Hier half ein altes Foto der Daalerstraße (rechts). Bei genauem Hinsehen kann der Betrachter erkennen, dass die vorderen beiden Häuser am rechten Bildrand des Suchbildes mit den Gebäuden am linken Rand dieses Fotos identisch sind. Es handelt sich also um einen Blick in die Daalerstraße von der Kleinen Brückstraße aus.
Auf dem Vergleichsbild (Blick in die Gegenrichtung) ist im Hintergrund noch die Gasthauskirche zu erkennen. Bei dem Gebäude mit dem Einbahnstraßenschild handelt es sich um das Haus Oldersumer Straße 15.

Das Osterpiepentief

Osterpiepentief
Osterpiepentief

Bekannter sind ja Ansichten mit dem Brauersgraben, aber diese Ansichtskarte zeigt mal die andere Richtung: ein Blick über das Osterpiepentief auf das Neue Siel (damals bereits gedämmt). Rechts befindet sich der Torfmarkt, links der Stephansplatz (früher Graupferdstraße) mit dem neuen Postamt.
Auf der Brücke verlaufen nach links die Große und nach rechts die Kleine Brückstraße, heute unter dem Namen Brückstraße zu einem Straßenzug zusammengefasst. Die Häuser, die oberhalb des Sieles im Hintergrund zu sehen sind, stehen jenseits des Falderndelftes an der Mühlenstraße.

Das Ratshaus am Delft

Das Rathaus dürfte eines der am häufigsten als Ansichtskarte herausgegebenen Motive Emdens sein. Diese vom Emder Verleger Walther Schwalbe veröffentlichte Aufnahme ist um 1900 entstanden. Zu diesem Zeitpunkt war die Rathausbrücke bereits abgebrochen und am nördlichen Ende des Ratsdelftes der Bootsanleger und die heute noch vorhandene Delfttreppe errichtet worden.
Links ist eben noch der Stadtgarten zu sehen, der auf einem zugeschütteten Teil des Ratsdelftes angelegt wurde, neben dem Rathaus mündet die Oldersumer Straße.

Neuer Markt

Neuer Markt
Ansichtskarte, Verlag Stengel & Co. Dresden, um 1900

Ein Blick über den Neuen Markt auf das Gebäude der Waage. Um die vorletzte Jahrhundertwende war der Platz zum größten Teil noch unbefestigt, wie auf dieser Ansichtskarte aus dem Verlag Stengel & Co. in Dresden gut erkennen ist. An beiden Längsseiten sind Möglichkeiten vorhanden, um Vieh anzubinden, denn hier wurden auch Tiere gehandelt.

Schweckendieckplatz 5

Schweckendieckplatz 5
Schweckendieckplatz 5

Das repräsentative Gebäude zwischen Nesserlander Straße und Schweckendieckstraße wurde 1905 als Sitz der Firma Fisser & van Doornum errichtet. Später diente es der Reederei Nübel, zum Zeitpunkt der Aufnahme befand sich hier das Lebensmittelgeschäft von Friedrich Wilhelm Meyer. In Erinnerung dürfte das Haus indessen eher durch die „Haifisch-Bar“ geblieben sein, die das Erdgeschoss zuletzt nutzte.
Aktuell (2020) wird das lange leerstehende Gebäude in Anlehnung an sein ursprüngliches Aussehen saniert.

Pelzerstraße 23 – ein Mohaupt-Foto

Pelzerstraße 23, Emden

Der Name des Fotografen Wilhelm Mohaupt (1866–1909) ist in Emden bei denen, die sich mit dem alten Stadtbild beschäftigen, durchaus ein Begriff: Er fertigte zusammen mit seinen Angestellten um 1908 etliche Aufnahmen von Emder Häusern und ihren Bewohnern an. Das Bild mit der Nummer 1778 zeigt das Haus Pelzerstraße 23, das zu dieser Zeit der Landgebräucherin Aukelina Oostinga gehörte (das dürfte die Dame rechts sein).

Der Emder Außenhafen

Emden Außenhafen, Westmole
Emden Außenhafen

Ein Blick auf den Außenhafen auf einer Ansichtskarte des Emder Verlages W. Haynel, um 1910. Die Kaischuppen in Bildmitte dienten zeitweise der HAPAG zur Abfertigung von Auswanderern.


Emden Außenhafe, Westmole

Der „Riesendrehkran“ von 40 Tonnen Hebekraft und die Westmole auf einer Ansichtskarte von Knackstedt & Näther, herausgegeben 1908.